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Donnerstag, 2. Juli 2015

Resumé Teil 4 - Osaka

Bevor es Abschied nehmen hieß, wollte ich noch eine letzte größere Reise unternehmen, die mich auch gerne quer durchs Land führen könnte. Dass das Ziel die Stadt Osaka geworden ist, war eher Ergebnis einer Neigung von mir, nämlich der zum West-Japanischen Dialekt "Kansaiben". Auch wenn ich nicht viel über den Westen Japan wusste, ausser dem berühmten und gleichzeitig berüchtigten Kansai Dialekt, war dies Grund genug für mich, Osaka als Hochburg der West-Japanischen Kultur zu besuchen. Kansai nennt man übrigens ein bestimmtes Gebiet im Westen Japans und heißt übersetzt "Das Tor zum Westen" oder "Das Tor des Westens" - je nach Interpretation.

Dienstag, 10. September 2013

Resumé (Teil 2) Senjougahara

Mitte August zeigte sich mir Japan nochmal von seiner schönsten Seite, als ich einen Ausflug nach Senjougahara machte. Senjougahara gehört zum Gemeindekreis Nikko, wo ich nun öfter als genug gewesen war. In meinen anderen Artikeln zu Nikko wird gut deutlich, dass Nikko das hier in nächstgelegene beste Beispiel für die schöne Natur Japans ist. Senjougahara gehört aber eben zu den Teilen Nikkos, in dem sich die Natur nahezu bündelt und somit einen Nationalpark-ähnlichen Stil mit sich bringt. Eigentlich wollte ich nicht unbedingt nochmal nach Nikko, da die Reise relativ teuer ist und ich nun auch schon oft genug dort gewesen bin. Da mir jedoch die Fahrt vom Fotografiebegeisterten Vater meiner Freundin gesponsort wurde und ich somit eine kostenlose Gelegenheit zum Fotografieren eines Naturzentrum Japans bekam, sagte ich natürlich nicht "nein". Nähere Touristeninfo gibt es auf http://www.japan-guide.com/e/e3811.html

Samstag, 7. September 2013

Resumé (Teil 1) Nasu

Auch für mich neigt sich Japan dem Ende zu. Daher möchte ich mich, bevor es in Vergessenheit gerät, mit den letzten Eindrücken und Ausflügen in Japan beschäftigen, die an Schönheit und Erlebnis nur schwer zu übertreffen sind. Zudem möchte ich versuchen, mir häufig gestellte Fragen zu beantworten und etwas klarheit in die oft etwas unübersichtliche Kultur Japans zu bringen.
Doch bevor ich damit beginne, möchte ich ein Paar Worte an Sven, den Zweit Autor dieses Blogs und ein mir ans Herz gewachsener Freund mit schwarzem Humor, richten...

Samstag, 6. April 2013

Tokyo. Per Ubahn durch das Streckennetz. Don't Panic!

Anfang Januar bin ich mit einem Freund aus Deutschland zum ersten Mal für eine Woche nach Tokyo gefahren. Und am ersten März-Wochenende noch einmal, weil es mir so gut gefallen hatte. Und weil damit noch nicht schluss sein soll: Ich will nochmal!!!

Tokyo ist wirklich eine erstaunliche Stadt und hat mich in mehrfacher Hinsicht positiv überrascht - Die größte Überraschung war für mich allerdings meine allgemeine Einsicht, dass ich dort tatsächlich leben könnte... wenn man mal von den horrenden Mietkosten absieht... Während mir die paar Städte in denen ich hier bereits gewesen bin durchaus gefallen haben, wenngleich stets mit dem Nebengedanken dass ich dort nicht permanent leben wollte, gefiel mir Tokyo wirklich rundum als Ort an dem ich mein Leben verbringen könnte. Nicht zuletzt weil man dort so unglaublich viel anstellen kann.
Doch auch wenn der erste Besuch jetzt schon eine ganze Weile her ist, versuche ich mal, diesen halbwegs chronologisch wiederzugeben...

Mittwoch, 20. Februar 2013

Yudanaka - (nahezu) mit Äffchen baden gehen!


Die Route auf der Karte veranschaulicht nur den Weg in etwa. Wir sind leider nicht mit dem Shinkansen gefahren.

Die bisher längste Reise, die ich unternommen habe, ging in einen kleinen Ort namens Yudanaka, der für seine heißen Quellen und seine Schnee-Affen bekannt ist. Doch Eines nach dem Anderen. 
Die Idee für die Reise hatte die gute japanische Freundin Megumi, die zusammen mit ihrem russischen Freund Anton die Reise planten. Ich tat zur Planung nicht viel dabei, was auch nicht nötig war. Eingeplant für die Reise waren 4 Personen: Ich, Dasha, Megumi und Anton. Der Hin- und Rückweg kostete pro Person nicht mehr als 8000Yen (75€). Dies ist für eine Strecke dieser Größenordnung ungemein günstig. Um das zu erreichen, mussten wir allerdings auf den japanischen ICE (Shinkansen) verzichten, und besorgten uns eine Art Ganz-Japan-Regionalticket, mit dem wir dann pro Weg ca. 4 Umstiege und 6-8 Stunden Reisezeit in Kauf nehmen mussten. Wären die Sitze in den Regionalzügen wenigstens angenehm weich, wäre das an sich auch kein Problem gewesen...

Samstag, 26. Januar 2013

Willkommen im Jahr Heisei 25!

Als temporäre Bewohner einer der fernöstlichen Zeitzonen hatten wir das Privileg, diesen Jahreswechsel ein paar Stunden früher zu erleben als die Deutschen. Und da Japan Japan ist und nicht Deutschland läuft eine Neujahrsfeier hier selbstverständlich auch geringfügig anders ab als in der entfernten Heimat.

Die Party, die im Studentenwohnheim organisiert wurde, begann am frühen Abend im Fernsehraum, wo auf zwei Kochplatten bereits Nabe (oder auch Nabemono) zubereitet wurde, eine Art Eintopf der für meine kochkunstmäßig vollkommen untrainierten Augen so zufällig zusammengeworfen aussieht dass ich unmöglich alle Zutaten aufzählen könnte die dort hinein gehören. Unter anderem waren darin jedoch Kohl, Pilze und Sojasprossen zu finden und wenn ich mich nicht völlig irre auch eine Art kleiner Hackbällchen. Später kam auch noch dünn geschnittenes Rindfleisch dazu.

Montag, 31. Dezember 2012

Weihnachtszeit in Japan

Aus der Sicht eines Laien, der nicht einmal japanische von chinesischer Kultur trennen kann, mag der Gedanken an Weihnachten im Land der aufgehenden Sonne etwas skuril wirken. Um meinem Bruder jede post-fötuale Bemerkungen vorweg zu nehmen: Nein, es ist nicht "Oh du fröhliche Ching Chang Chong", was hier gesungen/gespielt wird. Die Weihnachtszeit in Japan begann schlagartig Mitte November. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich zum normalen Einkauf von Lebensmitteln losgeradelt bin, und hier und da LED Weihnachtsbeleuchtungen an Geschäften gesehen habe. Sehr richtig, Geschäfte, nicht Privatwohnungen und Häuser, haben hier blinkende und formvolle Beleuchtungen. Für den kommerziellen Zweck, versteht sich. Als ich, um zum Thema zurückzukommen, nun im Supermarkt ankam und zwischen rohem Fisch und Saucen nach den richtigen Zutaten für meine gebratenen Nudeln am Suchen war, vernahm ich etwas, an das ich in einem Supermarkt nicht gewöhnt war. Weihnachtsmusik...

Freitag, 19. Oktober 2012

Utsunomiya - Stadt und Universität

Es gibt sicherlich sehr viele schöne Städte auf der Welt, doch zu behaupten, Utsunomiya wäre eine davon, wäre wohl gelogen. Das war zumindest der erste Gedanke den ich hatte, als ich mit dem Bus vom Flughafen Narita hier ankam und die ersten Blicke auf die Stadt werfen konnte. Zugegeben, an zahlreichen Stellen machen die Gebäude hier einen sehr heruntergekommenen Eindruck und auf die Idee, Rost zu entfernen, scheint hier niemand wirklich zu kommen. Anblicke wie diese hier sind da zwar Extreme, aber keine Seltenheit. Ich habe allerdings nicht wirklich eine Ahnung, was dieses Gebäude (rechts) eigentlich darstellen soll. Eine Werkstatt vermutlich. Sieht man dieses Haus so allein herumstehen wie in diesem Foto könnte man fast meinen ich wäre in einem Industriegebiet, aber weit gefehlt, denn das hier ist lediglich die Hauptstraße die an der Universität vorbei in das Stadtzentrum führt.

Dennoch, diese Bruchbuden hier und dort verbreiten, zumindest für mich, einen ganz eigenen Charme. Wäre ja auch langweilig wenn alles perfekt und ordentlich

Montag, 15. Oktober 2012

Eine Stunde am Meer, ohne Kamera und Handtuch

Gestern, am 14.10. fuhren Ich, Anton, Robert und Dasha zum Meer. Das ist die Quintessenz der Geschichte. Leider Gottes ist nicht alles so einfach, wie man es sich immer vorstellt. Zunächst möchte ich auf der folgenden Karte zeigen, Wohin wir gefahren sind und wie die Strecke dorthin verlief:



Unsere Reise startete, wie alle Reisen hier, mit dem Fahrrad. Wir fuhren zunächst zu einem der an fast jeder Ecke stehenden "Kombinis",(das sind Convinient Stores in denen man wie in Deutschland an Tankstellen Zeug zu essen und zu trinken kaufen kann... oder alles andere, was man so im Alltag braucht) uns Proviant für die Fahrt kauften. Dann ging es los Richtung Bahnhof. Wir hatten nicht viel Zeit, und mussten uns also abhetzen, pünktlich in der Nähe des Bahnhofes eine Fahrkarte für den Fernbus zu kaufen. Richtig, wir fuhren nicht zum Bahnhof, um dort mit dem Zug zu fahren, sondern mit dem Bus. Das Ticket kostete pro Fahrt 1500¥, also etwa 15€. Wir kauften direkt jeweils jeder zwei Tickets für Hin- und Rückfahrt. Dann ging es auch schon direkt los. Rein in den Bus und Abfahrt. Ich hatte die Nacht davor nicht sonderlich gut geschlafen, daher machte ich nur ein Foto vom Bahnhof in Utsunomiya, was das letzte Foto von mir für den Tag sein sollte...

Utsunomiya JR (Train&Bus Station)

Samstag, 6. Oktober 2012

Die Brücke wackelt

Die folgenden Aufnahmen entstanden nach der heutigen Fahrradtour durch Utsunomiya. Darauf gekommen bin ich aus purem Interesse an ein bisschen Sightseeing. So schlug ich also ein paar Leuten aus meinem Wohnheim (inklusive Sven) vor, ohne ein bestimmtes Ziel loszufahren, und dann unterwegs einfach spontan zu entscheiden, wo es lang gehen sollte. Die Route unserer Fahrt konnte ich im Nachhinein nur ungefähr nachverfolgen. Sie sah ungefähr so aus:


Kurz nach Abfahrt schaltete ich dann für eine Weile meine Brillenkamera ein, die folgendes Videomaterial für einen kleinen Einblick in die Straßen, Kreuzungen, Läden und Menschen der Stadt liefert....



(Deutsche Zuschauer müssen leider auf diesen Link klicken, da das Video in Deutschland gesperrt zu sein scheint. http://www.vidproxy.com/permalink.php?url=xIQ0pQ5KYfPxWSu2MueIUEqG6h4V1AQY88f71wGygrWva1JGTpAGhubfXJjjNWmcUPvlwbRBkhh3HoJmzokOcQ%3D%3D )

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Der Triathlon

Mir fehlen ein wenig die Worte. Ich sitze hier in meinem kleinen bescheidenen Zimmer,  7 Uhr morgens des 27.09.12, zweiter Tag nach meiner Ankunft in Japan. Ich habe ca. 6 Stunden geschlafen. Das ist mehr, als letzte Nacht, da waren es nur 5 gewesen. Die Reizüberflutung hat meinen Kopf fast wahnsinnig gemacht. Insbesondere, da ich ständig darüber nachgedacht habe, wie ich das, was ich gerade sehe, später aufschreiben soll.  Ich habe mir nun erstmal Musik an gemacht. Das sollte helfen, die Gedanken zu sortieren. Fangen wir an....


Das Wohnheim (国際交流会館)

Sonntag, 23. September 2012

Seelische Unruhe...

Jeder wird vor seiner Reise ein etwas nervöses Gefühl haben. Insbesondere dann, wenn man mit dem Flugzeug fliegt. Ich habe zwar dank meiner Segelfliegerausbildung keine Flugangst, bin aber dennoch nervös nun, was man auch meiner Rechtschreibung ansehen müsste. Die Koffer sind nun endlich gepackt, wobei ich mir dabei von meiner Mum habe sehr helfen lassen. (Danke Mama!) Ich selbst hatte kaum die Nerven, das ganze Zeug noch in die Koffer zu stopfen. Nun ists geschafft und ich warte auf meinen Abflug am Montag, den 24.09. 
Es gibt so Vieles, an das ich denken muss, und das ich auf garkeinen Fall vergessen darf. Allein daran zu denken lässt es mir schlecht werden. Ich mag das alles nun nicht hier auflisten, aber es ist ne Menge. Mein Flug selbst geht am Montag um genau 13.50 Uhr. Ich Fliege mit dem Airbus 380 der Lufthansa, das größte Passagierflugzeug der Welt. Ich bin gespannt. Nach Plan dauert mein Flug 11 Stunden. Diese 11 Stunden plus die 7 Stunden Zeitverschiebung macht 18 Stunden Differenz zwischen Abflug und Ankunft. Wer kann Mathe? --- Na? ... Kurz vor 8 Uhr morgens komme ich in Japan an. Nach Deutscher Zeit ist das 1 Uhr nachts. Nach Ankunft, werde ich mich zunächst aus dem Flughafen finden müssen und den Weg zu den Bus-Terminals finden müssen. Dort werde ich mit einem Regionalbus bis nach Utsunomiya fahren. Wie lange das genau dauert, weiß ich zwar nicht, aber ich werde um 12.30 Uhr japanischer Zeit in Utsunomiya am Bahnhof abgeholt und zu meinem Zimmer gebracht. Soweit der Plan. Ich fühle mich dennoch etwas krank. Ob ich mit einer Erkältung im Flieger sitzen werde?

Sonntag, 2. September 2012

Es geht los...

Die Vorfreude lässt sich kaum bändigen. Ich habe nun, bis auf das Visum, alle Unterlagen beisammen. Das Visum wird im laufe der kommenden Woche beantragt und kann dann ein paar Tage später abgeholt werden. Das ganze hat so lange gedauert, weil man für das Visum einige Dinge braucht. Eines davon ist eine Art Beglaubigungurkunde aus Japan, welche die Tauglichkeit zur Einreise nach Japan bescheinigt. Für diese Urkunde war letzten Endes nun auch die ärztliche Untersuchung und seitenweise Formulare gewesen. Aber darüber habe ich ja schon einmal Berichtet. Nun geht es weiter. Ich bekam nun auch endlich Informationen für die unmittelbare Ankunft in Japan. Informationen darüber, wo ich hin muss, wie ich dort hin komme, wieviel das kostet, und womit man in den ersten Wochen rechnen muss. Das alles endlich zu wissen tat richtig gut. Was mich aber am meisten erstaunt hat, sind die Kosten für die Miete, die auf mich zukommen. Ich staunte nicht schlecht, als ich "6500 Yen" pro Monat laß. Das sind 65€ ...richtig, ich zahle für mein Zimmer in Japan 65€ im Monat. Warum das so günstig ist, weiß ich selbst nicht, aber ich weiß, dass es sowas in Tokyo nicht geben würde. Darum bin ich überglücklich, mich für Utsunomiya entschieden zu haben. 
Ein kleiner Wermutstropfen ist aber die Tatsache, dass ich mich letzte Woche beim Sport verletzt habe, und nun wegen eines Bänderdehnung im rechten Fuß eine Schiene tragen muss. Das hindert mich nun etwas am Packen meiner Sachen und macht mich unglaublich un-mobil. Solche Verletzungen heilen sehr langsam. Daher hoffe ich, dass ich bis zum Flug nach Japan wenigstens wieder halbwegs normal laufen kann. Sport wird wohl auch die ersten Wochen/Monate in Japan nicht möglich sein.
Auf der Schiene stehen mittlerweile ein paar Unterschriften, denn ich habe gestern eine Art Abschiedsfeier für meine Lieblinge aus Trier gegeben. Niemand zweifelte daran, dass ich eine tolle Zeit haben werde. Ich danke allen dafür von ganzem Herzen. 
Zudem habe ich nun auch Kontakt zu einem Komillitonen aufgenommen, der mit mir an der selben Uni in Japan studieren wird. Wir werden nächste Woche wahrscheinlich gemeinsam zur Botschaft fahren, um dort das Visum abzuholen. Ich habe Ihm angeboten, Autor und somit Teil dieses Blogs zu werden. Je nachdem, ob er zustimmt, würde er mit Sicherheit diesen Blog um einige Interessante Dinge erweitern können. Es wäre eine Bereicherung, und auch Entlastung, da ich daran zweifle, alle Eindrücke von Japan ausführlich genug wiedergeben zu können. 
Noch 23 Tage bis zum Flug, und zum Glück nicht mehr all zu viel zu tun. Rosige Aussichten! 

Donnerstag, 26. Juli 2012