Von Christoph Neidhart, Tokio
Japan erklärt das Fukushima-Drama für beendet - eine Farce angesichts der Zustände in den Reaktoren. Die Regierung spricht von Kaltabschaltung und tut so, als habe man es mit einer funktionstüchtigen Nuklearanlage zu tun, bei der man das Brennmaterial einfach entnehmen könne. Doch die Demontage des havarierten AKW wird noch Jahrzehnte dauern.
Die Nuklearanlage Fukushima I ist diese Woche nicht sicherer geworden. Die prekäre Stabilität, von der
Japans Premier Yoshihiko Noda nun spricht, wurde schon vor einiger Zeit erreicht. Die Ruine ist also einigermaßen unter Kontrolle. Tritt keine neue Katastrophe ein, dann dürfte das so bleiben. Aber diese Stabilität wird noch lange fragil sein. Hinter Nodas Ankündigung steckt also kein tatsächlicher Fortschritt, sondern ein politisches Motiv.
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Laut der japanischen Regierung ist das Atomkraftwerk Fukushima-1 (im Bild die Reaktoren drei und vier) unter Kontrolle. Premier Yoshihiko Noda spricht von einer "prekären Stabilität". (© AP)